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Als Mann einfach die Haare selber schneiden – so geht’s!

Ich schneide jetzt schon seit Jahren meine Haare selbst und es ist nicht annähernd so schwer, wie viele Leute denken. Daher habe ich mich dazu entschieden, diese lange, informative Anleitung zu schreiben, um dir zu helfen, deine eigenen Haare oder die deine Freunde zu schneiden.

Indem ich die hier beschriebene Technik angewendet habe, konnte ich bereits eine Menge Geld sparen. Im Durchschnitt kostet ein Männerhaarschnitt ca. 18-20€. Ich schneide jetzt schon seit 4 Jahren meine Haare selbst. Vorher bin ich ungefähr alle 4 Wochen zum Friseur gegangen. Bald werde ich also knapp 1000€ für Friseurbesuche gespart haben und in Zukunft noch weiter sparen! Es lohnt sich also für Männer, die Haare selber zu schneiden.

Hier ein gutes (englisches Video) für den Einstieg. Leider habe ich nicht vergleichbar Gutes in deutscher Sprache gefunden. Eventuell werde ich bald ein eigenes Video hinzufügen 🙂

Warum du deine Haare selber schneiden solltest

Wenn du dich fragst, was es für Vorteile hat, deine Haare selber zu schneiden, habe ich hier ein paar Argumente für dich zusammengetragen. Zunächst einmal spart es, wie schon vorgerechnet, auf Dauer eine Menge Geld. Außerdem kannst du deine Haare immer dann schneiden, wenn du möchtest, ohne vorher einen Termin beim Friseur ausmachen zu müssen.

Außerdem ist es eine nützliche Fähigkeit, um vielleicht nebenbei noch etwas Geld zu verdienen. Wenn du etwas eigene Erfahrung gesammelt hast, wird es dir in Zukunft auch leichter fallen, dem Friseur genau zu erklären, wie er deine Haare schneiden soll.

Natürlich kannst du mit der Maschine die Haare nicht nur radikal kurz schneiden. Eine Menge modischer Haarschnitte lassen sich damit umsetzen. Das Beste ist: alles, was du dafür wissen musst, erfährst du in diesem Artikel!

Auch wenn du deine Haare nicht ausschließlich selbst schneiden möchtest, ist diese Fähigkeit von Vorteil. Denn du kannst den Abstand zwischen deinen Friseurbesuchen verlängern, indem du dazwischen selbst nachschneidest.

Das richtige Werkzeug: die Haarschneidemaschine

Am Ende wird dein Haarschnitt nur maximal so gut, wie der Haarschneider, den du dafür verwendest. Wir haben daher einen großen Vergleich der besten Haarschneider durchgeführt, um dir zu helfen, das richtige Gerät zu finden. Denk daran, wie viel Geld du sparen wirst, wenn du deine Haare selbst schneidest. Es lohnt sich also, etwas Geld in einen hochwertigen Haarschneider zu investieren. Wenn es so billig wie möglich sein soll, gibt es aber auch schon halbwegs brauchbare Geräte ab 20€ 🙂

Ansonsten brauchst du noch einen Kamm und eine Schere, es sei denn, du möchtest einen sehr kurzen, reinen Maschinenschnitt. Außerdem solltest du zwei Spiegel besitzen: einen vor dir, einen in der Hand sowie einen Friseurumhang, um deine Kleidung vor den herabfallenden Haaren zu schützen.

Es ist sinnvoll, ein Kehrblech oder einen Staubsauger in der Nähe zu haben, wenn du deine Haare schneidest. Dann verteilst du die Haare nicht im ganzen Haus, wenn du sie holen gehst.

Außerdem solltest du nah genug am großen Spiegel stehen, wenn du mit einem kabelbetriebenen Haarschneider arbeitest. Komfortabler ist es natürlich, wenn du eine kabellose Haarschneidemaschine benutzt.

Wähle die richtige Frisur aus

Eine Auswahl einfacher Frisuren, die du leicht selber schneiden kannst, findest du in diesem englischsprachigen Artikel.

Generell solltest du zunächst die Haare nicht zu kurz schneiden. Fange also mit einer etwas größeren Einstellung an – kürzer kannst du die Haare immer noch schneiden, Verlängern wird dagegen eher schwierig 😉

Bevor du mit dem Schneiden anfängst

Beginne damit, dass du dir dein Material zurechtlegst. Halte alles bereit, was du brauchen wirst, um nicht zwischendurch das Haare schneiden unterbrechen zu müssen. Meistens ist es außerdem empfehlenswert, die Haare vor dem Schneiden nass zu machen.

Werde außerdem zunächst vertraut mit deinem Haarschneider, bevor du mit dem Schneiden anfängst. Schalte ihn an und aus, tausche die Aufsätze, stelle unterschiedliche Längen ein. Du möchtest ja nicht zwischendurch nochmal in die Anleitung schauen müssen.

Du solltest immer entgegen der Wuchsrichtung deiner Haare schneiden. Diese variiert von Mensch zu Mensch und kann auch an verschiedenen Stelle des Kopfes unterschiedlich sein.

Die Seiten

Viele Friseure beginnen zunächst auf einer Seite des Kopfes und arbeiten sich dann über den Hinterkopf zur anderen Seite vor. Ich würde dir stattdessen empfehlen, zunächst beiden Seiten zu schneiden und dich erst anschließend dem Nacken zu widmen. So vergisst du nicht, wie du die andere Seite geschnitten hast.

Der Nacken

Den Nacken zu schneiden ist immer eine Herausforderung, sogar mit einem zusätzlichen Spiegel. Am einfachsten ist es, wenn du diese Stelle von jemand anders schneiden oder zumindest nachschneiden lässt.

Ich lege immer meine linke Hand horizontal auf meinen Hinterkopf und nutze sie als Orientierung. Hier ist es außerdem hilfreich, auf den Klang des Haarschneiders zu achten, um zu merken, wo die Haare bereits kurz sind und wo nicht. Wenn du keinen zweiten Spiegel hast, mach ein Foto oder Video mit deinem Handy um zu sehen, wie es aussieht.

Das Deckhaar

Typischerweise ist das Haar oben am längsten. Ob du es mit der Maschine oder mit Schere und Kamm schneidest, hängt davon ab, wie kurz du deine Haare tragen möchtest. Wenn du sehr dickes Haar hast, benutze eine Ausdünnschere.

Die Übergänge solltest du mit einer Einstellung zwischen der länge oben und an den Seiten schneiden.

Die Übergänge

Mit Ausnahme einiger weniger, sehr einfacher Haarschnitte bestehen die meisten Frisuren aus mehr als einer Haarlänge. Die Übergänge dazwischen sollten nicht sichtbar sein, also musst du Übergänge schaffen.

Die erste Möglichkeit dafür ist für etwas längere Haarschnitte (mindestens 0,5 cm) gut geeignet und einfach umzusetzen: jedes Mal, wenn du mit dem Haarschneider durchs Haar gehst, hebst du ihn nach und nach etwas an. So erhältst du einen fließenden Übergang, musst allerdings vorsichtig und langsam arbeiten.

Die zweite Möglichkeit ist die, die Profis häufig anwenden und du brauchst dafür ungefähr 100 verschiedene Einstellungen. Nicht wirklich 100, aber es ist ziemlich komplex und du solltest es lieber von jemand anderem machen lassen. Es funktioniert ungefähr so: nachdem du zunächst eine längere Stelle geschnitten hast, schneide eine kürzere weiter unten und lasse in der Mitte genug Platz für die „Zwischenlänge“. Leichter geht es, wenn der Übergang in einer geraden Linie verläuft. Wenn du mit dem gesamten Kopf fertig bist, schneide die Übergangslinie mit der „Zwischenlänge“.

Die letzten Schritte

Die Haarlinie nachschneiden

Es ist nicht zwingend notwendig, lässt den Haarschnitt aber sauberer und ordentlicher wirken. Schneide dafür die „Kanten“ ohne Aufsatz nach oder benutze ein Rasiermesser, wenn du Erfahrung damit hast, um die den Nacken auszurasieren.

Besonders anspruchsvoll ist das Ausrasieren der Ohren. Achte darauf, dass die Ohren frei sind, aber der Abstand nicht zu groß ist.

Das Styling

Bei kürzeren Haarschnitten kannst du einfach das Haar natürlich trocknen lassen und dann etwas Gel oder Wach einarbeiten. Haare ab 2,5 cm Länge solltest du zunächst mit dem Fön trocknen und in Form bringen.

Fazit

Du hast nun hoffentlich alles das Haare selber schneiden als Mann mit Maschine erfahren, was du wissen wolltest. Egal, ob du ab jetzt deine Haare komplett selbst schneiden möchtest oder aber hin und wieder selbst zur Maschine greifst, wirst du mit dieser Technik eine Menge Geld sparen können.

Ich hoffe, dieses Tutorial hat dir geholfen. Falls ja, teile es doch bei Facebook, Twitter oder Pinterest!