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Tolle Flechtfrisuren ohne Hilfe – Haare flechten leicht erklärt!

Tolle Flechtfrisuren ohne Hilfe - Haare flechten leicht erklärt!

Lange Zöpfe, die in dichten Flechten den Rücken herunterhängen, romantisch locker eingeflochtene Strähnen oder ein bäuerlicher Flechtkranz auf dem Kopf: Geflochtene Haare sehen toll aus! Aber kann man Haare selber flechten? Wie lernt man das? Und welche Flechtfrisuren können auch Anfänger einfach selber machen?

Flechten ist im Prinzip ganz einfach: Du teilst Dein Haar in drei gleich dicke Strähnen. Die jeweils rechts oder links außen liegende Strähne schlägst Du mehr oder weniger fest über die mittlere Strähne. Dann ist die außen liegende Strähne von der andren Seite an der Reihe: Die wird über die „neue“ in der Mitte liegende Strähne geschlagen. Und so geht es immer weiter: Rechts und links schlägst Du abwechselnd die jeweils außen liegenden Strähnen über. Aus diesen Überschlägen entsteht der Zopf. Am Ende kommt das Haargummi herum – fertig. Aber das ist Haare selber flechten für Anfänger. Es gibt auch etwas komplexer Arten, einen Zopf zu flechten. Wir geben hier nicht nur die ultimative Haare flechten Anleitung, sondern stellen Dir auch verschiedene Flechtfrisuren vor!

Schritt-für-Schritt Anleitung: So lernst Du, Zöpfe zu flechten!

 

Haare flechten auf dem eigenen Kopf – das ist am Anfang einfach schwierig. Denn erstens sind Haare eine recht fusselige Angelegenheit, die Strähnen bleiben nie, wo sie sein sollen. Und zweitens ist die Sicht auf dem eigenen Kopf auch mit Spiegel nicht optimal. Als dritter Punkt kommt hinzu, dass die Arme schnell ermüden: Wer ist schon gewohnt, sie über mehrere Minuten hinweg über oder hinter dem eigenen Kopf zu halten? Selbst trainierte Menschen stoßen hier schnell an ihre Grenzen. Deshalb empfehlen wir, erst einmal nicht mit den eigenen Haaren anzufangen, sondern das Flechten anders zu üben.

 

Erste Versuche: Drei Seile

Das Prinzip vom Haare flechten ist immer gleich, deshalb können Anfänger ganz gut mit Seilen, dickerer Schnur oder zusammengedrehten Handtüchern üben. Befestige die oberen drei Enden Deiner Schnüre oder Seile zum Üben mit einem Knoten aneinander, lege sie vor Dir auf den Tisch und flechte. Du schlägst jeweils abgewechselt rechts und links den äußeren Strang (das äußere Seil) über das mittlere.

Klappt gut? Dann gibt’s ein bisschen Chaos: Viele Seile!

Die Grundtechnik beim Haare selber Flechten für Anfänger sollte jetzt klar sein. Du hast geübt und kannst das. Nächste Schwierigkeitsstufe: Du koordinierst nicht drei einzelne Seile, sondern drei Büschel von Fäden oder Schnüren. Ob Du dafür eine Handvoll Bindfäden, eine Handvoll Wollfäden, Paketschnur oder die Trödeln am Vorhang nimmst, ist egal. Teile Deine Fäden in drei gleichmäßige Büschel oder Stränge und flechte wie oben beschrieben. Gar nicht so einfach, wenn die Fäden auch mal durcheinanderfallen, nicht? Aber noch liegt das alles ja ruhig vor Dir auf dem Tisch …

Freundinnen helfen einander!

Noch schwieriger: Wenn Du Haare flechten willst, hast Du noch einmal mehr und kleinere Einzelteile, die Du zusammenhalten musst. Frag eine Freundin, eine Nachbarin, Deine kleine Schwester oder Deinen langhaarigen Vater, ob Du auf ihrem oder seinem Kopf flechten üben darfst. Es muss kein Zopf sein, mit dem er oder sie anschließend eine Videokonferenz gibt … aber übe einfach. Köpfe halten nie ganz still, das ist also noch einmal schwieriger. Wenn Du das geschafft hast, stellst Du Dich vor den Spiegel und übst auf Deinem eigenen Kopf.

Tolle Flechtfrisuren: So viele Möglichkeiten gibt es!

Bis jetzt hast Du nur die Grundtechnik geübt – jetzt geht es weiter. Wie kommen die Flechten auf den Kopf? Du kannst einen Zopf oder mehrere Zöpfe tragen. Für einen Zopf kämmst Du Dein Haar glatt nach hinten, fährst auf beiden Seiten gleichzeitig mit den Zeigefingern knapp über dem Ohr nach hinten und teilst Dein Haar so in zwei Stränge. Was über den Zeigefingern ist, bildet biem Flechten den ersten mittleren Strang. Die Haare vom Hinterkopf teilst Du noch einmal gleichmäßig in einen rechten und einen linken Strang – und schon kannst Du flechten. Willst Du zwei Zöpfe tragen, ziehst Du einen Mittelscheitel. Ziehe die gerade Linie über den Hinterkopf weiter nach unten und teile so Dein gesamtes Haar für die zwei Zöpfe. Streiche die Haare über die Schultern jeweils nach vorne und flechte je rechts und links einen Zopf.

Für etwas Varianz bei einem Zopf: Kämme die Haare vor dem Teilen nicht glatt nach hinten, sondern diagonal auf eine Schulter. So entsteht ein Seitenzopf. Du kannst auch einfach einen Pferdeschwanz am Hinterkopf ziemlich weit oben binden. Anschließend flichtst Du den Zopf ein und fixierst ihn mit einem Haargummi. Du kannst auch versuchen, die einzelnen Stränge beim Flechten nicht über den mittleren Strang zu legen, sondern untendrunter. Diese Flechtweise erzeugt ein anderes Muster auf dem Zopf.

FAQ – Deine Fragen, wir antworten!

Wie lang müssen Haare zum Flechten sein?

Du solltest Deine Haare bequem in Strähnen oder Stränge einteilen können, wenn Du die Haare selber flechten willst. Wenn Du viele, viele kleine Zöpfe von wenigen Zentimetern Länge toll findest, kannst Du schon ab etwa zehn Zentimeter Haarlänge flechten. Je länger der Zopf sein soll, desto länger müssen die Haare sein.

Müssen meine Haare bis zum Bauch wachsen, damit ich flechten kann?

Sehr lange, dicke Zöpfe sehen immer enorm beeindruckend aus. Aber natürlich müssen Deine Haare nicht bis zum Bauch wachsen, damit Du sie einflechten kannst. Schulterlange Haare selber flechten ist für Anfänger schwer genug und sieht auch hübsch aus!

Welche Flechtfrisuren gibt es?

Es gibt sehr viele, ganz unterschiedliche Flechtfrisuren. Wir haben hier ein paar für Dich zusammengetragen – im Internet findest Du noch viel, viel mehr! Und natürlich gibt es auch Video-Tutorials, nach denen Du Dir die schönsten Flechtfrisuren selber zaubern kannst. Such doch einfach mal nach dem Meerjungfrauenzopf, nach einem Mozartzopf, nach French Brands oder Boxer Braids!

Woher kommt das Flechten?

Gute Frage. Aufgrund von Malereien wissen wir, dass schon im Jahr 3.500 v. Chr. im alten Ägypten Zöpfe geflochten wurden. Die Flechttechnik hat sich bis heute nicht verändert. Was aber heute mehr Mode und individueller Schönheitsanspruch ist, war damals Kommunikation. Bis heute zeigen Frisuren Herkunft und sozialen Status der Bevölkerung. Zöpfe flechten verbreitete sich insbesondere durch den Sklavenhandel und Migrationsschübe. Historiker glauben aber auch, dass die steinzeitlichen Bandkeramiker (eine Kultur) in Europa bereits den ein oder anderen Zopf flechten konnten. Die Muster rauf den Keramiken ähneln doch zu stark tradierten Haartrachten …

Fazit: Haare flechten mit Anleitung ist leicht!

Haare flechten ist eine Jahrtausende alte Kulturtechnik, die ein wenig Übung erfordert. Hast Du das Flechten einmal verstanden, kannst Du Dir damit aber wirklich schöne Frisuren selber zaubern! Anregungen findest Du überall, in Modezeitschriften genauso wie auf dem Oktoberfest und im Internet. Wir wünschen Dir viel Spaß beim Flechten!

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